Liebe Passionierte, Passagiere und Passant*innen!

Bei °pass denken wir natürlich alle sofort an den Bergpass. Oft ein Höhepunkt, eine Verschnaufpause, Zeit zum Genießen der Aussicht und fürs Feiern des Geschafften. Und das ist ja auch, wofür wir dieses Magazin machen – als kleine Auszeit von Alltag und Bildschirm, als Belohnung und für die eine oder andere hoffentlich ganz neue Perspektive. Willkommen in Ausgabe 46!

Liebe Freigeister, Freiwillige, freihändig Fliegende, verehrte Freiläufe!

Die Deutung des Freiheitsbegriffs ist in wirklich jedem Kopf eine andere. Für manche ist sie vornehmlich die Befreiung von etwas, andere sehen die Freiheit als Entfaltungsraum. Im sozialen Gefüge geht’s dann wieder um die Abgrenzung: Wo beginnt deine, wo endet meine? Bei aller Unterschiedlichkeit können sich die meisten Menschen aber wohl darauf einigen, dass ein Fahrrad eher zur persönlichen Freiheit beiträgt, als dass es sie schmälert. Und das auch trotz schlimmer Infrastruktur …

Liebe Schmutzfinger, erhabene Hollandräder, umarmte Zyniker*innen, liebe Nachtwache,

Gemeinhin ist natürlich Schwarz „die Farbe des Bösen“, des Todes, der Abgründe und Uniformen, von Wolf, Darth Vader und Assassinen. Doch je genauer man hinguckt, desto mehr entpuppen sich Nuancen, Texturen und Geschichten – mit denen sich zu beschäftigen echt Spaß macht.

Liebe Tretmaschinen, verehrte Schriftsetzer*innen, bewundernswerte Entspannte und liebe Manometer

In dieser Ausgabe nähern wir uns wieder auf viele Weisen einem total abstrakten Gegenstand – bzw. einem Begriff mit vielen Deutungsebenen. Manchmal im Plauderton und manchmal mit Nachdruck. Spannend ist dabei, wie der Druck zwischen sehr wohlwollender und strikt ablehnender Wahrnehmung schillert. Manche nervt „der Druck“ so allgemein ganz gewaltig, manche können „nur unter Druck richtig performen“, andere haben großen Spaß am Druck, den sie „aufs Pedal bringen“. Währenddessen sind sich alle einig, dass der gesellschaftlich atmosphärische Druck weiter steigt – für manche ins Unerträgliche.

Horcht, es klingt wie Radfahren!

Das Radfahren hat eine so viel reichere akustische Geräuschkulisse als die ewige Klingel und das lederne Liedgut von den Prinzen oder Queen … In dieser Ausgabe hören wir darum genau hin, was die Musik in unseren Ohren ausmacht. Wir laden auch zum Feiern ein: Die Singlespeed-Cyclocross-WM war ’ne mächtige Sause und der Fahrradzirkus zaubert Freude ins Herz. Die Zuschauerparty am Straßenrand wiederum kann für Profis richtig anstrengend werden. Und wird Fahrtwind nicht auch gefährlich für die Ohren? Dürfen E-Bikes nach Motor klingen? Warum sind Naben laut oder leise – und was davon ist cool? Wie klingt das Fahrrad eigentlich im Podcast? Und wie tönt das Radabenteuer in der Ferne oder direkt vor der Haustür?

Liebe Sterntaler, Vorsicht, Ihr Guck-in-die-Luft-Hänse, hallo Zielstrebende und helle Lichter in finstrer Nacht!

Ein nahezu heiliges Thema bringt uns hier zusammen, mindestens aber ein weihnachtliches. Natürlich war das Absicht. Zu einer Jahreszeit, in der wir eh alle nach Licht und Wärme suchen, kommt derzeit ein Weltgeschehen, in dem Menschen ihre dunkelsten und kältesten Seiten auspacken. Und es wird immer normaler, dass sie das tun. Natürlich kann und will ein kleines Feuilleton auf Rädern hier keine Heilung und keinen Heiland liefern. Aber sicherlich eignet es sich als Begleitung in ein paar behütet-kuschligen Sofastunden und vielleicht kann es sogar ein paar Impulse setzen, bewusst etwas Wärme und Licht miteinander zu teilen.