Liebe Sterntaler, Vorsicht, Ihr Guck-in-die-Luft-Hänse, hallo Zielstrebende und helle Lichter in finstrer Nacht!

Ein nahezu heiliges Thema bringt uns hier zusammen, mindestens aber ein weihnachtliches. Natürlich war das Absicht. Zu einer Jahreszeit, in der wir eh alle nach Licht und Wärme suchen, kommt derzeit ein Weltgeschehen, in dem Menschen ihre dunkelsten und kältesten Seiten auspacken. Und es wird immer normaler, dass sie das tun. Natürlich kann und will ein kleines Feuilleton auf Rädern hier keine Heilung und keinen Heiland liefern. Aber sicherlich eignet es sich als Begleitung in ein paar behütet-kuschligen Sofastunden und vielleicht kann es sogar ein paar Impulse setzen, bewusst etwas Wärme und Licht miteinander zu teilen.

Liebe Sturmerprobte, Fahrtwind-Fans und Windschattenlutscher,

Gewindet hat es diesen Sommer schon reichlich – und der Herbst kommt ja noch! Wir hoffen, Ihr vertragt noch ein paar Böen auf Papier? Der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Eher ein bockiges Kind! Zumindest aus Lenkerperspektive ist der Wind ja ein sehr undankbarer Gesell. Anders als die Berge, habe ich mich öfter sagen hören, ist der Wind ein Arschloch. Denn Berge speichern die Energie, die wir in sie hineintreten – man muss sie nur möglichst schlau wieder aus ihnen herauskitzeln. Der Wind hingegen frisst, was wir in den Beinen haben. Er lässt uns sogar auf den schönsten Abfahrten noch richtig arbeiten – und verzieht sich einfach. Selbst an die eiserne Regel „Eine Strecke Gegenwind, eine Strecke Rückenwind“ will er sich partout nicht halten. Denn, anders als bei Segelbooten, ist uns Menschen auf Rädern nur der Rückenwind wirklich nützlich. Und selbst der ist tückisch, denn man merkt ihn erst, wenn er richtig pustet. Bläst er nur ganz leicht, hat man heute einfach gute Beine. Wehe aber, Laune – und das vielleicht für den ganzen Heimweg!

Liebe (Off-)Roadies und Bodenkundler, hallo Abenteurerinnen und tschüss, liebe Tiefflieger!

Gleich vorweg muss ich gestehen: Mit den Begriffen Gravel und Schotter werde ich noch immer nicht so recht warm. „Gravelbike“ als Gattungsname, okay, geschenkt, dran gewöhnt. Ich wünschte mir nur, öfter mal „Allwegerenner“ oder „Allroadbike“ zu lesen, denn das trifft es doch so viel besser. Wortschöpfungen wie Campingcrosser, Beutelrad und Geraffelbike (Gruß an Harry Tuinkers!) zeigen, dass es wohl auch anderen ähnlich geht. Aber spätestens bei „graveln“ als Verb oder gar „das Gravel“ als Bezeichnung für ein Fahrrad … rollen sich Euch da nicht auch die Zehennägel auf? Es nimmt doch auch niemand „das Mountain“ oder „das Renn“? Somit spricht irgendwie auch aus unserem Heftthema die blanke Abwesenheit eines wirklich passenden Begriffs.

Liebe Tandempaare, hallo Fahrradfetischist:innen,
verehrte Körperliche, liebe Menschen!

Zackfertich – da ist es nun also, das kleine Heft, an dem wir so viel geschraubt haben. Ich wäre ja gern mal Mäuschen in Euren Köpfen gewesen, in dem Moment, in dem ihr das Heftthema gesehen habt und vielleicht dachtet: ‚Soso, und das in einem Fahrradmagazin?‘

°glück ist käuflich: Die neue Ausgabe von fahrstil ist ab sofort lieferbar

fahrstil #37 °glück beschreibt deren Chefredakteur H. David Koßmann wie folgt: „Man kann mit Geld kein Glück kaufen. Aber ein Fahrrad – und das ist ja schon ganz nah dran! Dieser Gassenhauer-Sinnspruch läuft mir regelmäßig über den Weg. Und er stimmt! Das Fahrrad ist der Inbegriff einer Glücksmaschine und bietet das gesamte Panorama zwischen Kopffreibekommen, Kraft, Entspannung und Sucht. Mir fällt beim besten Willen kein anderes Gerät ein, das mit einer solchen Vielseitigkeit für zuverlässige Bereicherung in allen Lebenslagen sorgt.

Es ist °kunst

Die neue Ausgabe von fahrstil hat großes Potenzial zur neuen Lieblingsnummer der Redaktion zu werden. Und wahrscheinlich war eine fahrstil zum Thema °kunst auch lange überfällig. Chefredakteur H. David Koßmann schreibt in seinem Editorial: “Bei allem, was die Menschen (und auch wir) so über unser Lieblingsvehikel schreiben, lässt sich zweifellos festhalten, dass das Fahrrad ein […]